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Smart Home für alle

Intelligente Technik, die im Haushalt die Stromverbräuche misst und einzelne Geräte sowie Einrichtungen überwacht, regelt oder steuert, verspricht neues Geschäftspotenzial. Viele Unternehmen ausserhalb der Energiewirtschaft versuchen, den sogenannten Smart-Home-Markt zu besetzen - darunter die Google-Tochter Nest, der Technologiekonzern Apple ("HomeKit") und das Online-Kaufhaus Amazon ("Echo").

Als branchennahes Unternehmen hat die Schweizer In Situ Energy AG vergangenes Jahr das pionierhafte Projekt Change38 lanciert, das mit eigenentwickelter Smart Home-Technik die Gleichzeitigkeit von Produktion und Verbrauch von Grünstrom aus der Nachbarschaft ermöglicht. Gegenwärtig läuft ein sogenannter Feldtest in der Stadt Basel.

Jetzt macht die deutsche Telekom mit einem kostenlosen Smart-Home-Angebot den Energieversorgern stärker Konkurrenz. Dafür hat das Telekommunikationsunternehmen seinen Router Smart-Home-kompatibel gemacht und will damit seine Festnetzkunden überzeugen. "Das bedeutet, dass wir über Nacht 170.000 Haushalte in Deutschland mit einer Schaltzentrale für Magenta Smart Home ausgestattet haben", erläuterte Henri Vandré, Leiter Smart Home, in einer Telefonkonferenz der Deutschen Telekom. Das Bonner Unternehmen könne mit der Auslieferung seines smarten Routers pro Jahr weitere 1,2 Mio. Haushalte smart machen.

Im Basistarif dürfen die Telekom-Kunden ab sofort beispielsweise einen Tür- oder Fensterkontakt kostenlos steuern. Das Smart-Home-System basiert auf der Qivicon-Plattform, bei der auch mehrere Energieversorger beteiligt sind. "Die EVU bleiben unsere Partner. Für uns ist wichtig, dass wir in Europa schnell einen Markt aufbauen und das können wir nicht allein", sagte Vandré auf energate-Nachfrage. Schon heute gebe es einen "positiven Wettbewerb auf der gleichen Plattform". Allerdings bringe die Telekom jetzt ein eigenes Geräte-Portfolio unter der eigenen Marke auf den Markt.

Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom, begründete die Smart-Home-Offensive mit dem "riesigen wirtschaftlichen Potenzial". Bereits heute habe ein Haushalt durchschnittlich neun smarte Geräte im Haus, in fünf Jahren könnten es schon mehrere Hundert sein. Bis zu zwölf Mrd. Euro Umsatz sei damit in ganz Europa zu erwarten, so van Damme.

(Quelle: energate.ch)

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