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Schub für Mieterstrom

Mehr Solarstrom vom eigenen Hausdach und mehr Eigenverbrauch: Diese Möglichkeiten waren bisher vor allem Hauseigentümern vorbehalten. Vermehrt sollen auch Mieter ihren Beitrag zur dezentralen Energieproduktion leisten können.

Eine gesetzliche Grundlage hat der Eigenverbrauch in der Schweiz seit 2014. Per Anfang 2018 soll nun eine Vollzugsverordnung folgen, die dem Gesetz mehr Leben einhaucht. Dann sollen Überbauungen oder Areale neu für Eigenverbrauchsgesellschaften – das sind Zusammenschlüsse von energieproduzierenden Mietern - offen stehen. Viele sind daran, sich auf diese neue Geschäftsmöglichkeit vorzubereiten.

Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist insbesondere für Wohnsiedlungen interessant. Ein hoher Eigenverbrauchsgrad, vergleichsweise hohe Stromtarife für Privathaushalte und deutlich gesunkene Gestehungskosten für Photovoltaikanlagen ermöglichen die Netzparität: Solarstrom vom eigenen Dach wird günstiger als Strom aus dem Netz, hält das Bundesamt für Energie in einem Hintergrundbericht fest.

Das Potenzial für den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern wird auf über  600‘000 Gebäude geschätzt. Der zeitgleiche Eigenverbrauch werde einen wichtigen Platz in der Schweizer Energieversorgung der Zukunft haben, denn Eigenverbrauch ist als Marktmodell der logische Schritt in die „Post-KEV-Ära“, also die Zeit nach dem Auslaufen der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Megatrends wie Elektromobilität und weiter sinkende Kosten für Photo-voltaik-Komponenten und Speicher werden unvermeidlich zu einer verstärkten Verbreitung des Eigenverbrauchs und der dezentralen Energieproduktion führen, so das BFE.

(Quellen: BFE, Change38)
 

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