News News

Back

Fossile Subventionen stoppen

Deutschland drängt im Rahmen seiner Präsidentschaft beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg auf ein baldiges Ende der weltweiten Subventionen für Kohle, Öl und Gas. "Die Bundesregierung unterstützt das Zieldatum 2025 für den frühzeitigen Abbau ineffizienter Subventionen für fossile Energieträger", schreibt das Bundeswirtschaftsministerium in einer Antwort auf eine grosse Anfrage der Grünen im Bundestag.

Die Regierung habe einen entsprechenden Beschluss der G7 im vergangenen Jahr mitgetragen und setze sich jetzt für ambitionierte Beschlüsse der G20 ein. Diese hätten schon 2009 den "mittelfristigen Abbau" beschlossen, ohne sich jedoch auf ein Zieldatum zu verständigen. Umweltschützer erhoffen sich von Hamburg vor allem auch eine Einigung auf ein Enddatum. Den Grünen zufolge schlugen ausgerechnet die USA ein Ende bis 2025 vor.

Bis dahin hat der Bund selbst aber noch Hausaufgaben zu erledigen. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (Uba) vom Januar zahlt Deutschland jedes Jahr klimaschädliche Subventionen im mittleren zweistelligen Milliardenbereich - Tendenz steigend. Vor allem im Energiesektor gebe es grosse Potenziale für einen Abbau. "Wir leisten uns beim Subventionsabbau seit Jahren riesige blinde Flecken", so Uba-Präsidentin Maria Krautzberger.

Auf die Fahnen schreibt sich der Bund hingegen die Beendigung der Subventionen für den Steinkohlebergbau im kommenden Jahr. Andererseits gewährte Deutschland von 2009 bis Mitte 2016 insgesamt 486 Exportkreditgarantien im Gesamtvolumen von 25,3 Mrd. Euro für die Ausfuhr von Energietechnologien, geht aus der Antwort des Ministeriums hervor. Davon entfielen nur 6,4 Mrd. Euro auf Ökostromanlagen und der Rest auf Kohle, Öl, Gas und Kernenergie. Zumal das Gesamtvolumen dieser "Hermesdeckungen" in dem Zeitraum von 2,4 auf 25,3 Mrd. Euro stieg, während das für die Erneuerbaren von einer Mrd. Euro auf 228 Mio. sank.

Unter ihrer G20-Präsidentschaft hat die Bundesregierung laut Ministerium den Klimaschutz und die Schaffung einer nachhaltigen Energieversorgung als ein Kernanliegen definiert. Für den G20-Gipfel ist ein Energie- und Klimaaktionsplan geplant. Über den Abbau von Subventionen für fossile Energien wolle man ein geeignetes Investitionsumfeld für die langfristige Dekarbonisierung des Energiesektors schaffen, hiess es. Nach Angaben der Grünen pumpen die 20 grössten Industrienationen jährlich 444 Mrd. US-Dollar in fossile Energieträger.

(Quelle: energate.ch)

Comments
Trackback URL:

No comments yet. Be the first.

 

Anmeldung Newsletter

Registriere dich jetzt für exklusive News.