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Energie wird immer dezentraler

Mit Wind- und Solarenergie, Bürgerenergie sowie kommunalen und genossenschaftlichen Konzepten werden dezentrale Strukturen relevanter. Das hält der deutsche Thinktank Agora Energiewende in einer neuen Studie «Energiewende und Dezentralität» fest. Die Autoren plädieren darin für eine Förderung regionaler Strommärkte.

Vorgeschlagen werden drei Ebenen für den Verbrauch: Strom, der unmittelbar vor Ort ohne Nutzung öffentlicher Netze verbraucht wird; Strom, der in einer „Region“ produziert und verbraucht wird – davon soll es deutschlandweit 20 bis 40 geben –; und Strom, der von einer Region in eine andere transportiert wird. Die Politik solle dafür sorgen, dass der lokale und regionale Verbrauch günstiger werden.

Drei wesentliche Erkenntnisse hält die 164seitige Studie fest. Erstens: Dezentralität entwickelt sich dauerhaft zu einem Strukturmerkmal der Stromwirtschaft, denn Technologien wie Windkraft, Solarenergie, Stromspeicher, Elektromobilität, Wärmepumpen bringen eine verteiltere Struktur mit sich, die nicht mit immer mehr Netzausbau beantwortet werden kann. Zweitens sei Dezentralität kein Wert an sich, sondern müsse sich netztopologisch, ökonomisch oder aufgrund von sozialen respektive politischen Präferenzen begründen lassen. Drittens brauche es einen Ordnungsrahmen für Dezentralität bei Entgelten, Abgaben und Umlagen. Das bisherige System sei hochgradig willkürlich und chaotisch.

Zur Situation in der Schweiz: Private und Unternehmen investieren hierzulande in neue Technologien, die eine dezentrale Energieversorgung ebenfalls befördern. Dazukommen politische Einflüsse im Rahmen der bundesrätlichen «Energiestrategie 2050». Das hohe Einkommensniveau in der Schweiz sorgt zudem dafür, dass gewisse Technologien wie Elektromobile und Energiespeicher sowie Smarthome-Systeme zum Teil rascher als in anderen Ländern implementiert werden. Damit stellen sich, wenn auch nicht im gleichen Ausmass wie in Deutschland, hierzulande dieselben Fragen, was dezentrale Strukturen und deren Auswirkungen auf die Strom- und Energiewirtschaft betrifft.

(Quelle: agora-energiewende.de)
 

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